10.1

neue StVO-Novelle 2020

gültig ab 28.4.2020

 

Quelle: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/K/stvo-novelle-bundesrat.html

 

was uns Lkw-Fahrer betrifft – ob sinnvoll oder nicht

Mindestüberholabstand für Kfz (seitlich natürlich!)

 

  • Es wird ein Mindestüberholabstand von 1,5 m innerorts und von 2 m außerorts für das Überholen von zu Fuß Gehenden, Radfahrenden und Elektrokleinstfahrzeugführenden durch Kraftfahrzeuge festgeschrieben. Bisher schreibt die StVO lediglich einen „ausreichenden Seitenabstand“ vor.

 

Schrittgeschwindigkeit für rechtsabbiegende Kraftfahrzeuge über 3,5 t innerorts

 

  • Für rechtsabbiegende Kraftfahrzeuge über 3,5 t wird aus Gründen der Verkehrssicherheit innerorts Schrittgeschwindigkeit (4 bis 7, max. 11 km/h) vorgeschrieben. Verstöße können mit einem Bußgeld in Höhe von 70 Euro sanktioniert werden. Außerdem wird ein Punkt im Fahreignungsregister eingetragen.

 

Ob das wohl sehr sinnvoll ist?

 

Ich bin der Meinung, bei Notwendigkeit aus Gründen der Verkehrssicherheit, ja, ansonsten verzögert sich doch nur der Abbiegevorgang und der Lkw ist viel länger im Gefahrenbereich!

 

Bei einer Lkw-Zuglänge von 18,75 m und einer Geschwindigkeit von 7 Km/h und Hinzurechnung von Toleran-zen vor und hinter dem Lkw befindet sich der Lkw ca. 15 Sekunden – eine halbe Ewigkeit – im Gefahrenbe-reich, obwohl er diesen Bereich bei klarer und sicherer Verkehrslage viel schneller verlassen könnte! Hinzu kommt noch, dass der Lkw-Fahrer etwa 2/3 des Gesamtwegs keine Sicht mehr auf den Radfahrer hat.

10.2

Bußgeldkatalog 2020, gültig ab 28.4.2020 (neue StVO Novelle)
Bußgeldkatalog 2020, gültig ab 28.4.2020 (neue StVO Novelle)

 

 

es gelten immer die gemessenen Werte abzüglich 3 km/h Messunge-nauigkeit!

 

 

 

ferner ist zu berücksichtigen, dass dein Tacho vorgeht, i.d.R. 8 bis 10 %,

 

d.h. in der Praxis, wenn dein Tacho 80 km/h anzeigt, wird der Effektivwert sehr wahrscheinlich knapp unter 70 km/h liegen (verlassen würde ich mich aber nicht darauf)

 

 

 

bei Lkw oder Bussen gelten andere Grenzwerte und zudem geht der Tacho nicht vor!

 

10.3

Die Fahrschüler müssen, wie bisher auch, für Aufwendungen des TÜV, also Prüfungen, festgelegte Gebühren bezahlen.

Neu ist, dass der TÜV dies jetzt selber in die Hand nimmt und jeden Fahrschüler anschreibt und ihm eine Rechnung stellt.

Diese Gebührenrechnung (ein sogenannter Kostenvorschuss) ist vor der entsprechenden Prüfung (Theorie oder Praxis) rechtzeitig zu begleichen, sonst ist keine Prüfung möglich.

 

 

TÜV-Gebühren (Theorie/Praxis)

https://www.tuvsud.com/de-de/branchen/mobilitaet-und-automotive/fuehrerschein-und-pruefung/fuehrerschein-und-pruefung/rund-um-die-fuehrerscheinpruefung/gebuehren

10.4

Welchen Führerschein soll ich machen?

 

 

Klasse C1 (bis 7,5t Gesamtgewicht) oder Klasse C (über 7,5t zGM) also ohne Begrenzung

 

 

Meine Antwort: natürlich den großen Lkw-Schein, also Klasse C!

 

 

Warum:

 

  willst du was Halbes oder was Ganzes?

 

 

 

  mit Klasse C kannst du alles fahren, mit C1 nur einen kleinen Lkw

 

 

 

  der Kl. C Führerschein kostet dich 400 € mehr als der C1, weil fünf Sonderfahrten mehr vorgeschrieben sind, sonst ist alles gleich in der Ausbildung und in der Prüfung (Theorie und Praxis). Lediglich das Ausbildungsfahrzeug ist größer.

 

 

 

■ wer weiß wofür man es noch brauchen kann!